Als „endokrine Disruptoren“ werden Stoffe bezeichnet, die im Körper bereits in geringsten Mengen durch Beeinträchtigung des Hormonhaushaltes die Gesundheit schädigen können. Sie stehen unter anderem im Verdacht, die Brustkrebsentstehung zu fördern.
Zu den bekannten endokrinen Disruptoren gehört Bisphenol A (BPA), das etwa in manchen Plastikflaschen oder der Auskleidung von Konservendosen vorkommt. Studien zeigten, dass BPA die Ausschaltung des Krebsschutz Gens BRCA1 verursachen kann. Dies geschieht durch Anbringen von Methylgruppen am Gen.

Neue Forschungsergebnisse belegen nun, dass die Isoflavone Genistein und Daidzein diese Methylierung wieder rückgängig machen können und so die Wirkung des BRCA1-Gens wieder herstellen.

Fazit: Isoflavone haben schützende Effekte auf das Brustgewebe.

Referenz: Knower, Kevin C.; To, Sarah Q.; Leung, Yuet-Kin; Ho, Shuk-Mei; Clyne, Colin D. (2014): Endocrine disruption of the epigenome. A breast cancer link. In: Endocrine-relatedcancer 21 (2), T33-55